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Mit diesem Auto greift Skoda BMW und Audi an

TheTools · 22.09.2026 04:04 · source · permalink

Mit dem vollelektrischen Skoda Peaq bringt die tschechische Marke ihr bislang ambitioniertestes Fahrzeug auf die Straße. Als geräumiger Fünf- oder Siebensitzer bietet das neue E-Flaggschiff echtes Oberklasse-Feeling zum günstigen Preis.

Fünf- oder Siebensitzer mit Premiumfeeling: Der neue vollelektrische Skoda Peaq.
Fünf- oder Siebensitzer mit Premiumfeeling: Der neue vollelektrische Skoda Peaq. Werk

Man erzählt sich folgende Geschichte über den Abgang von Reinhard Jung 2010 als Chef von Skoda. Autotester befanden damals, dass der Skoda Superb Kombi besser sei als der VW Passat. Daraufhin schickte ein tobender Konzernchef Martin Winterkorn den 59-jährigen Jung in Pension: Skoda sollte die Billigmarke von Volkswagen sein, nicht ein Konkurrent von VW. 

Klaus Zellmer hat sich dieser Tage als Chef von Skoda verabschiedet. Er wird neuer CEO von Volvo. Die genauen Hintergründe des Wechsels kennen wir nicht. Aber vielleicht hat Zellmer geahnt, dass er mit seinem jüngsten Wurf die Konzernhierarchie ein wenig durcheinanderbringt und wollte einem ähnlichen Schicksal wie Jung entgehen.

Denn der neue vollelektrische Skoda Peaq ist nicht nur ein Herausforderer für VW, er steht auf einer Stufe mit der konzerneigenen Premiummarke Audi (oder auch BMW, damit wir einen Mitbewerber erwähnt haben). Und das bei einem Preis ab 49.990 Euro (Aktionspreis ab 43.080 Euro).

Länge: 4874mm
Länge: 4874mm Werk

Der Peaq ist nicht einfach nur ein weiteres Elektroauto im dicht besetzten Modellprogramm des Konzerns. Er ist das neue Flaggschiff der Marke Skoda – und stellt in vielerlei Hinsicht eine Zäsur dar. Mit einer Gesamtlänge von 4,87 Metern und einem Radstand von knapp drei Metern übertrifft er den konventionell angetriebenen Kodiaq und den elektrischen Enyaq deutlich und stößt dimensional in Regionen vor, die bisher Fahrzeugen vom Schlage eines Audi Q8 e-tron oder Volvo EX90 vorbehalten waren.

Man merkt sofort nach dem Einsteigen, dass dieses Auto kein normaler Skoda ist. Er bietet sieben Sitze, Alcantara, ein riesiges Panoramaglasdach mit elektrisch gesteuerter Transparenz, Massagesitze, ausklappbare Beinauflagen, ein von Sonos abgestimmtes Premium-Soundsystem, zwei Kissen für die Kopfstützen der Vordersitze, ein in die Mittelkonsole integrierten Klapptisch.

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Das Raumangebot ist schlicht überwältigend. Optional steht der Peaq als Siebensitzer zur Verfügung, bei dem Erwachsene auch in der dritten Reihe über ausreichende Kopffreiheit verfügen. Wer die Ausführung als Fünfsitzer wählt, dem steht ein Kofferraumvolumen von gewaltigen 935 Litern zur Verfügung. Hinzu kommt ein sogenannter „Frunk“ unter der Fronthaube mit 37 Litern Fassungsvermögen, der ideal für Ladekabel geeignet ist und – einfach clever – die Kofferraumabdeckung aufnimmt.

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Auch das Fahrgefühl ist premium. Das Fahrwerk glättet Bodenunebenheiten souverän weg, ohne schwammig zu sein. Im Innenraum ist es leise, auch auf der Autobahn bei höherem Tempo hört man kaum Wind- oder Abrollgeräusche. Die Lenkung ist präzise.

Technologisch zieht Skoda alle Register. Erstmals setzt die Marke auf einen hochkant installierten 13,6-Zoll-Infotainmentbildschirm auf Android-Basis, der sich über eine verfeinerte Sprachsteuerung namens „Laura“ mit Anbindung an künstliche Intelligenz bedienen lässt.

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Freudig überrascht hat uns das analoge Bedienkonzept auf der Mittelkonsole: Dreh-Wipp-Schalter erlauben die intuitive Steuerung von Temperatur und Gebläse – eine Wohltat im Zeitalter überladener Touchscreens.

Den Peaq gibt es mit zwei Batteriegrößen und drei Antriebsvarianten. Das Einstiegsmodell Peaq 60 vertraut auf einen 59-kWh-Akku (netto) und einen 150 kW (204 PS) starken Heckmotor. Spannender für Vielfahrer dürften die Varianten Peaq 90 und Peaq 90x sein. Sie greifen auf den größten Akku zurück, den Skoda je verbaut hat: satte 91 kWh brutto (86 kWh netto). In Verbindung mit dem 210 kW (286 PS) starken Heckantrieb verspricht Škoda eine Reichweite von mehr als 640 Kilometern nach WLTP. Die Allradversion Peaq 90x bringt es dank eines zusätzlichen Asynchronmotors an der Vorderachse auf eine Systemleistung von 220 kW (299 PS) und sprintet in 6,7 Sekunden auf Tempo 100.

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Beim Schnellladen (max. 199 kW) geht es dank optimierter Zellchemie zügig voran: Der große Akku ist in 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Dank bidirektionaler Ladefähigkeit (Vehicle-to-Load und Vehicle-to-Home) kann der Peaq zudem als riesige Powerbank dienen und Strom an externe Geräte oder sogar ins eigene Hausnetz zurückspeisen.

In Österreich ist die schwenkbare Anhängerkupplung bei allen Varianten serienmäßig verbaut. Für das Ziehen von gebremsten Anhängern verfügen der Peaq 60 und der Peaq 90 über eine Anhängelast von bis zu 1800 Kilogramm, während der Peaq 90x bis zu 2000 Kilogramm ziehen kann.

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